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Modernisierung: Handwerkerrechnung steuerlich absetzen

Im Haushalt oder am Haus selbst ist immer etwas zu reparieren, zu modernisieren oder zu renovieren. Oft beauftragt der Hausbesitzer für die Renovierung einen Fachhandwerker und bezahlt die Rechnung selbst. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Hausbesitzer Lohn- und Fahrtkosten des Handwerkers allerdings in der Steuererklärung geltend machen.

Handwerkerleistungen können mit bis zu 1.200 Euro jährlich im Rahmen der Einkommensteuererklärung steuerlich geltend gemacht werden. Bedingung dafür ist, dass die handwerklichen Tätigkeiten in einem bestehenden Haus erbracht wurden. Darüber hinaus muss die Dienstleistung im Haushalt des Auftraggebers erfolgen.

Welche Kosten können abgesetzt werden?
Von der Steuerschuld abziehbar sind nur die Lohnkosten und die Fahrtkosten des Handwerkers. Materialkosten für die Renovierung oder Modernisierung sind nicht begünstigt. Mit dem Handwerksbetrieb sollte daher schon vor der Auftragserteilung über die erforderliche Trennung von Arbeitslohn und Arbeitsmaterial auf der Rechnung gesprochen werden, empfiehlt der Energieberater.

Welche Handwerkerleistungen werden steuerlich begünstigt?
Steuerlich begünstigte handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt oder am Haus sind unter anderem:

  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Wartung, Spülung, Reparatur und nachträglicher Einbau von Fußbodenheizungen
  • Modernisierung von Innen- und Außenwänden
  • Modernisierung von Dach, Fassade oder Garage
  • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen
  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen
  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche
  • Modernisierung des Badezimmers
  • Renovierung: Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern, Wandschränken, Heizkörpern und -rohren
  • Reparatur und Wartung von Haushaltsgegenständen wie z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher oder PC
  • Gartengestaltung und Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Überprüfung von Schornstein und Blitzschutzanlagen
  • Hausanschlüsse z.B. für Strom oder Fernsehen
  • Wartung und Reinigung der Abwasserentsorgung innerhalb des Grundstücks
  • Arbeiten an Zu- und Ableitungen auf dem Grundstück

Welche Nachweise muss der Hausbesitzer erbringen?
Zur Geltendmachung der entstandenen Kosten muss der Auftraggeber die Aufwendungen beim Finanzamt durch eine Rechnung des Handwerkers nachweisen. Dabei ist zu beachten, dass der Anteil der Arbeitskosten gesondert ausgewiesen sein muss, eine reine Festpreisvereinbarung ist steuerlich nicht begünstigt. Bei Wartungsverträgen genügt eine Anlage zur Rechnung, aus der die Arbeitskosten hervorgehen. Die Zahlung der Rechnung muss durch Kontoauszug, einen Überweisungsauszug, einen EC-Beleg oder eine Bankbescheinigung nachgewiesen werden. Eine Barzahlung der Rechnung wird von der Finanzverwaltung selbst dann nicht steuermindernd berücksichtigt, wenn der Handwerker den Geldeingang und dessen ordnungsgemäße Versteuerung bestätigt. Geltend gemacht werden können die Beträge auf der Einkommensteuererklärung in dem Jahr, in dem die Zahlung erfolgt ist. Handwerkerrechnung und Überweisungsbeleg müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

Welche weiteren haushaltsnahen Dienstleistungen sind absetzbar?
Die steuerliche Begünstigung von Handwerkerleistungen kann kombiniert werden mit der Begünstigung von allgemeinen haushaltsnahen Dienstleistungen, die keine Renovierungsarbeiten sind, aber im Haushalt erbracht werden. Dazu gehören zum Beispiel Wohnungsreinigung, Gartenarbeiten, Kinderbetreuung oder Pflegeleistungen. Für diese Leistungen kann zusätzlich ein Steuerbonus von bis zu 4.000 Euro im Jahr in Anspruch genommen werden.

Quelle: energie-fachberater.de; Text: HLC/Andreas Köpke; Foto: LBS