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Altbausanierung: Schritt für Schritt zum modernen Haus

Es muss nicht immer ein Neubau sein. Für Familien mit kleinem Budget, die ein Haus erwerben wollen, lohnt sich zum Beispiel der Kauf eines älteren Hauses. Mit einer Sanierung kann dieses dann nach und nach energetisch auf Vordermann gebracht werden. Die Bausachverständigen der Aktion pro Eigenheim zeigen Schritt für Schritt, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind.

Für ein Einfamilienhaus, Baujahr 1960, kann mit einer Sanierung der jährliche CO2-Ausstoß des Gebäudes von 13 auf 3 Tonnen abnehmen. Wie die Sanierung ablaufen kann, zeigen die Bausachverständigen an einem Beispiel:

Vor der Sanierung
Das Haus hat einen Gaskessel und schon isolierverglaste Fenster. Alle Außenbauteile (Dach, Wände, Kellerdecke) sind seit der Bauzeit unverändert geblieben und verlieren kräftig Heizenergie über die Heizperiode. Das sind beim Einfamilienhaus rund 400 bis 500 Quadratmeter, über die regelmäßig Energie verloren geht.

Schritt 1: Dämmung für die Außenwand
Der Außenputz steht zur Erneuerung an. Der Hauseigentümer verbindet dies mit der Anbringung eines zwölf Zentimeter dicken Wärmedämmverbundsystems (WDVS) auf den Außenwänden. Die CO2-Einsparung nach der Dämmung beträgt bei unserem Beispielhaus rund 19 Prozent, rechnet der Bausachverständige vor. Die Amortisationszeit liegt bei elf Jahren, die Dämmung hält mindestens 50 Jahre.

Schritt 2: Neue Heizung
Der Heizkessel ist nun 23 Jahre alt. Obwohl er 1987 bereits ein Niedertemperaturkessel war, ist er heute veraltet. Ein neuer Brennwertkessel bringt eine Einsparung von zehn Prozent. Die Investition macht sich schon nach acht Jahren bezahlt, erklärt der Bausachverständige.

Schritt 3: Dämmung des Dachs
Der Wohnraum im Dach wird modernisiert und die Eindeckung aus alten, mit Flechten bewachsenen Betondachsteinen soll mit erneuert werden. 14 Zentimeter Dämmung zwischen den Sparren plus sechs Zentimeter Dämmung unter den Sparren zwischen der etwas dicker gewählten Lattung unter den Gipskartonplatten. Dazwischen eine luftdichtende Folie, sorgfältig eingebaut. So entsteht eine CO2-Einsparung von neun Prozent. Die Amortisationszeit liegt bei 17 Jahren, die Dämmung hält unbegrenzt.

Schritt 4: Kellerdeckendämmung
Die Fußkälte ist besonders im Winter zu spüren. Mit einer acht Zentimeter dicken Dämmung (die Platten werden unter die Kellerdecke geklebt) wird sie behoben und sechs Prozent CO2 eingespart. Die Amortisationszeit liegt bei zehn Jahren, technisch spart sie unendlich weiter, denn eine Kellerdeckendämmung geht kaum einmal kaputt, weiß der Bausachverständige.

Schritt 5: Neue Verglasung für die Fenster
Einzelne Fensterscheiben werden blind. Die Rahmen sind aus Hartholz und unverwüstbar. Die neue Wärmeschutz-Isolierverglasung mit einem U-Wert von 1,1 W/(m²K) wird deshalb in die alten Rahmen eingebaut. Damit dämmen die neuen Scheiben besser als die alte ungedämmte Wand, zeigt der Bausachverständige die erhebliche Verbesserung auf. Wegen der kleinen Fensterflächen liegt die Einsparung im Beispielhaus nur bei vier Prozent. Dafür steigt die Behaglichkeit, weil die Scheiben innen auch bei Frost über 15 °C warm bleiben. Die Amortisationszeit liegt bei zehn Jahren für die Mehrkosten der Verglasungsqualität.

Schritt 6: Solaranlage zur Warmwasserbereitung
Mit sechs Quadratmetern Solaranlage auf dem Dach werden 30 bis 50 Prozent des Warmwassers bereitet. Das spart vier bis sechs Prozent Heizenergie. Die Einsparung kann nicht höher ausfallen, da für Warmwasser pro Durchschnitts-Familie rund 300 Kubikmeter Erdgas pro Jahr verbraucht werden. Die Amortisationszeit liegt bei 40 Jahren. Der Heizkessel kann dafür aber drei Monate im Jahr ausbleiben und das Gefühl, etwas für die Umwelt getan zu haben, ist es unserer Familie wert

Fazit: Sanierung spart mehr als 50 Prozent Energie
Zusammen hat das Beispielhaus nun schrittweise innerhalb von 30 Jahren eine Energie- und CO2-Einsparung von 54 Prozent erreicht, rechnet der Bausachverständige zusammen. Statt 20 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche verbraucht es nur noch zehn bis elf Kubikmeter pro Quadratmeter, erläutert er. Statt 13 Tonnen CO2 pro Jahr stößt das Haus nur noch sechs Tonnen pro Jahr aus. Im Haus ist es behaglicher geworden, in manchen Zimmern bleibt die Heizung aus und es ist trotzdem warm. In kalten Winternächten kühlt das Haus kaum mehr aus. Wer nicht 30 Jahre warten will und den Erfolg sofort sehen möchte: Die KfW gibt zinsgünstige Kredite für Hauseigentümer, die ihr Haus mit einer Komplettsanierung energetisch runderneuern wollen, empfiehlt der Bausachverständige.

Quelle: aktion-pro-eigenheim.de; Hessische Energiespar-Aktion